GUSTAV-HEINEMANN-SCHULE

Kooperative Gesamtschule in Hofgeismar

Religion

Die Teilnahme am Religionsunterricht wird für Eltern und Schüler immer häufiger eine Frage der bewussten Entscheidung und ist Ausdruck des Grundrechtes auf religiöse Freiheit (Art. 4 Grundgesetz).

Deshalb bedarf es der regen Auseinandersetzung um eine sinnorientierende und wertbezogene Gestaltung des Religionsunterrichts.

Das Leben als mündiger Mensch in einer Demokratie erfordert drei Voraussetzungen, die auch die Schule zu fördern hat:

  1. Die Fähigkeit, die in der Verfassung genannten Grund- und Menschenrechte auszuüben.
  2. Die Fähigkeit, in die bestehende Kultur einzutreten und diese menschenfreundlichen weiterzuentwickeln.
  3. Die Fähigkeit, auch mit Unvorhergesehenem im Leben fertig zu werden.

Zur Ausbildung dieser Fähigkeiten kann Religion Wesentliches beitragen.

Christian Grethlein: Schule braucht Religion

 Zu 1:

Lernen im Zeichen von Frieden Gerechtigkeit und Bewahren der Schöpfung sind Grundanliegen christlicher Bildung.

Zu 2 :

Im Religionsunterricht werden Werte vorgegeben, wie z.B. Achtung vor dem Menschen, Toleranz und Eintreten für das Lebensrecht aller Menschen. Da unsere Kultur durch die christliche Religion geprägt wurde, ist sie ohne deren Kenntnis und ihrer Bedeutung in der Geschichte nicht zu verstehen.

Um Kindern und Jugendlichen Welt und Gesellschaft zu erschließen, gehört es auch zur Aufgabe des Religionsunterrichts, den Sinn religiöser Vollzüge und religiösen Brauchtums einzuführen (z.B. Gestaltung und Teilnahme an Gottesdiensten, wie Buß- und Bettag, Allerheiligen, etc.)

Aber auch Glaubensinhalte und Geschichte anderer Religionen, die unsere Kultur beeinflussen, wie z.B. Judentum und Islam sind Themen des Religionsunterrichts.

Je größer die Pluralität, desto mehr ist religiöse Bildung erforderlich, die einen reflektierten Umgang mit dieser Vielfalt ermöglicht und so zu einem friedlichen und toleranten Zusammenleben der Kulturen beiträgt

Zu 3:

Der Religionsunterricht bietet den Jugendlichen Begleitung und Orientierung bei elementaren Lebensfragen, wie z.B. Liebe, Partnerschaft und Sexualität, Sterben und Tod.

Die Themen des schuleigenen Curriculums richten sich, dem jeweiligen Entwicklungsstand der Schüler entsprechend, nach den vorausgegangenen Überlegungen. So werden z.B. in der 5. Jahrgangsstufe Themen wie „Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen“ und in der 10. Jahrgangsstufe das Thema „Vom Leben zum Tod“ behandelt.

Im Einvernehmen mit den kirchlichen Vertretern wird der Religionsunterricht in der Jahrgangsstufe 5/6 ökumenisch im Klassenverband unterrichtet, um die Entwicklung eines Gemeinschaftsgefühls zu fördern. In der neu gebildeten Jahrgangsstufe 7 des Haupt- und Realschulzweiges findet der Unterricht ebenfalls ökumenisch statt.

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